Warum Firmen-IT so schlecht ist
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So wie die IT-Abteilung der allermeisten Unternehmen heute aufgestellt ist, verhindert sie Innovationen und setzt völlig falsche Anreize, glaubt Olaf Kapinski. Der Führungscoach und Macher des Leadership-Podcasts „Leben führen” ist überzeugt, dass die IT-Abteilungen in Unternehmen nach der falschen KPI arbeiten – die Uptime beziehungsweise Verfügbarkeit von IT-Systemen. https://leben-fuehren.de/podcast/

Ein wenig pointiert aber Kern aus meiner Sicht absolut zutreffend die Aussagen von Olaf zu Corporate IT. Er vertritt die These, dass IT immer nur als Cost Center begriffen und geführt wurde; häufig sogar vom CFO oder HR Leiter.

 

Warum Firmen-IT so schlecht ist by t3n Podcast – Das Update für digitale Pioniere

So wie die IT-Abteilung der allermeisten Unternehmen heute aufgestellt ist, verhindert sie Innovationen und setzt völlig falsche Anreize, glaubt Olaf Kapinski. Der Führungscoach und Macher des Leadership-Podcasts „Leben führen” ist überzeugt, dass die IT-Abteilungen in Unternehmen nach der falschen KPI arbeiten – die Uptime beziehungsweise Verfügbarkeit von IT-Systemen.

Im Gespräch mit t3n.de-Chefredakteur Stephan Dörner erläutert Olaf, was er in über 20 Jahren in der Unternehmens-IT, überwiegend als Führungskraft, gelernt hat – und was Unternehmen aus seiner Sicht besser machen können, damit die IT vom Innovationsbremser zum Innovationsmotor wird.

Verfügbarkeit als KPI

Das oberste Ziel der IT war über die letzten 30 Jahre Verfügbarkeit in %, je höher desto besser. Wer 99,x schaffte war der Star. Und dieser Wert wurde dann auch noch incentiviert, d.h. der IT-Leiter bekam Geld, wenn die Systeme möglichst wenig ausfielen und stabil liefen. Bisher war es immer so, dass niemand die IT und den IT-Leiter wahrgenommen hat; nur wenn etwas nicht lief wurde er sichtbar und muss sich rechtfertigen.

Stabilität erstickt Innovation im Keim

Stabilität schafft man bekanntermaßen am besten, in dem man so wenig wie möglich verändert. Und genau das erstickt jegliche Innovation im Keim. Wenn ich meine Systeme so wenig wie möglich verändere oder gar ersetze, dann kriege ich Geld, was quasi die Formel des Stillstandes ist.

Er sieht genau dort das Hauptproblem, über 20 Jahre wurden die Menschen in der IT genau so sozialisiert.

Von Verfügbarkeit zu Mehrwert für den Kunden

Olafs Forderung schliesse ich mich absolut an, wir müssen weg von Verfügbarkeit hinzu Mehrwerten für unsere Kunden. Was brauchen die, was wollen die, was ist die besten Lösung für das Problem des Kunden und nicht die beste Lösung für die IT.

Er fordert, die IT muss Treiber sein und den Leute in “die Hacken steigen”.

Wo sitzt eigentlich die IT

Klassischerweise – leider allzuoft sitzt die IT irgendwo im Keller oder zu mindest dort, wo selten oder nie jemand hinkommt. Da kann man es sich dann gemütlich machen in seiner Welt mit den blinkenden Schätzen.

Und auch hier sieht er eine Ursache und erläutert am Beispiel Flixbus, dass die IT immer bei der Business Unit sitzen sollte um dort die aktuellen Herausforderungen zu verstehen um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die für das Kundenproblem bestmöglich lösen.

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Ein kleines Youtube Schmankerl

Nicht ganz ernst gemeint, aber man kann sich da schon wiederfinden

 

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